Pro-Choice-Bannerdrop am Reiterstandbild Unter den Linden

Eine Woche vor der Demo der Abtreibungsgegner_innen in Berlin haben Jurastudis der Gruppe “Feminist Horses” hinter dem Reiterstandbild Unter den Linden ein Banner gehängt. Mit ein bisschen gutem Willen erweckt das Gesamtkunstwerk nun den Eindruck, sich mit dem Slogan “Selbst ich alter Preuß’ fordere PRO CHOICE!” gegen die Abtreibungsgegner zu positionieren. Sogar Friedrich II. besinnt sich auf feministische Kernpositionen und mobilisiert nebenbei für die Proteste gegen den “Marsch für das Leben” am 22. September in Berlin. Diese Positionierung steht in starkem Kontrast zu der der erzkonservativen Zielgruppe des “Marschs für das Leben”.

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B: Prometheus-Brunnen feministisch neukontextualisiert

Dank einer autonomen Neukontextualisierungsmassnahme transportiert der Prometheus-Brunnen neben der TU-Mensa nun nicht mehr nur sexistischen Rollenbilder. Nach einer künstlerischen Intervention der Gruppe „memorialsunderdeconstruction“ mobilisiert der Brunnen nun zu den Blockaden gegen den reaktionären „Marsch des Lebens“ am 22.9.


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Berlin: Heine-Denkmal mobilisiert für Aktionstag gegen „Marsch des Leben“

Hallo, wir sind die Feministische Anwohner*Innen-Initiative Heinrich-Heine-Straße, kurz FAI „Heine-Straße“. Wir haben im Internet den Blog der Gruppe memorialsunderdeconstruction.blogsport.eu gefunden. Den Aufruf der Gruppe, Denkmäler*innen umzudekorieren und sie zu Statements zu bringen, die sich mit dem Recht auf den eigenen Körper und gegen die Demo von Abtreibungsgegner*innen zu positionieren, fanden wir super. Was lag da näher, als sich das Denkmal unseres Namenspatrons Heine vorzuknöpfen.


B: Schiller äußert Fluchtgedanken

Denkmal feministisch umgestaltet: Schiller äußert Fluchtgedanken In den heutigen Morgenstunden haben Feminist*innen das Schiller-Denkmal im gleichnamigen Park in Berlin-Wedding umgestaltet. Die unterhalb des Dichters sitzenden Charaktere protestieren nun mit Sprechblasen gegen Schillers Frauenbild, wollen empowern und rufen zur Teilnahme an den Protesten gegen den “Marsch für das Leben” am 22.09.18 in Berlin auf. Der angegriffene Schiller äußert bereits Fluchtgedanken… Das von den Nazionalsozialisten aufgestellte Denkmal zeigt den ewig zweiten Dichterfürsten auf einem Sockel stehend. Umgeben wird er in klassisch patriarchaler Ästhetik von vier frauisierten Personen, die noch unterhalb seiner Schuhsohlen kauern. Sie sollen die vier Gebiete Lyrik, Philosophie, Geschichte und…


B: „Kriegerdenkmal“ setzt sich mit Gender und Fundis auseinander

Nach Jahrzehnten des Grübelns, ist dem an der Urbanstraße-Ecke-Baerwalderstraße in Berlin kauerndem „Soldaten“ nun doch ein Einfall gekommen – „Statt dem Kaiser nachzutrauern, sollte ich mich besser mit meinem Gender auseinandersetzen…“. Das wurde ja auch mal Zeit. In Deutschland gibt es mehr als 100.000 verdammt beschissene Kriegsdenkmäler. Bäh. Das hier Optimierte, soll den im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten des Kaiser-Franz-Garde-Regiment erinnern – stattdessen widmet es sich nun der toxischen Männlichkeitskonstruktion, deren Träger es ist, und fordert zu einem Kampf gegen Geschlechterrollen und sexistische Denkmuster auf. Dies beginnt es mit der Infragestellung seines eigenen Genders und ruft zu Gegenprotesten und Sabotage…


B: Marx und Engels engagieren sich neuerdings für Feminismus

Da soll noch mal einer sagen, dass alte weiße Männer nicht lernfähig wären. Wer es nicht glaubt, kann sich am Marx-Engels-Forum vom Gegenteil überzeugen. Die dort rumsitzende Marx-Statue fragt neuerdings: „Du Friedrich, zu Lebzeiten waren wir zwar Chauvis, aber emanzipatorisch wärs doch, sich mal für Frauenrecht zu engagieren?“ Und weil zumindest mit dem Alter mitunter auch die Weisheit kommt, antwortet Engels: „Oh ja, wir könnten uns an den Aktionen gegen den sexistischen Marsch der Lebensschützer beteiligen!“


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Was kann schon schiefgehen?

Wenn ihr das mit dem Verunstalten von Denkmälern cool findet, macht doch einfach mit. Denkmäler stehen überall rum. Man kann sogar von einer Verdenkmalisierung der Landschaft sprechen. Die allermeisten Denkmäler gedenken irgend einer Kacke, von der deutsche Nationalist*innen meinen, das die gezeigte Kacke wichtig für die Konstruktion einer nationalen Identität seien. Also spätestens nach der Revolution müssen wir da eh im großen Maßstab was machen…


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Warum gegen den §218 und die Lebensschützer*innen?

Am 22.9.2018 demonstrieren Reaktionäre*innen, Sexist*innen und homophopes Pack in Berlin. Anlass dieser selbsternannten „Lebensschützer*innen“-Demo ist die in §218 geregelte Gesetzgebug zum Schwangerschaftsabbruch, den die Reaktionär*innen entsprechend ihrer Vorstellungen verschlimmert sehen möchten. Dabei ist die Gesetzgebung bisher alles andere als toll.


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Lets fight! Für die Freiheit für das Leben Fundis von der Straße fegen!

Ob Generäle, Martin Luther, oder Neptun – die Stadt ist voll mit Denkmälern für Reaktionäre, sexistischen Darstellungen und Erinnerungen, die alles andere als erinnerungswürdig sind. Und wenn dann doch mal Frauen* dargestellt werden, dann ist es meist eine nationalistische Germania. Zeit sich diese Plattformen anzueignen! Statt zuzulassen, dass die Errinnerungslandschaft der Stadt ins gesellschaftliche? soziale? Gestern verweist, macht mit, und dekonstruiert die Denkmäler in emanzipatorische Ikonen um.