Lets fight! Für die Freiheit für das Leben Fundis von der Straße fegen!

Ob Generäle, Martin Luther, oder Neptun – die Stadt ist voll mit Denkmälern für Reaktionäre, sexistischen Darstellungen und Erinnerungen, die alles andere als erinnerungswürdig sind. Und wenn dann doch mal Frauen* dargestellt werden, dann ist es meist eine nationalistische Germania. Zeit sich diese Plattformen anzueignen! Statt zuzulassen, dass die Errinnerungslandschaft der Stadt ins gesellschaftliche? soziale? Gestern verweist, macht mit, und dekonstruiert die Denkmäler in emanzipatorische Ikonen um.

Gegen die „Lebensschützer*innen“-Demo
Ein Anfang könnte anlässlich der ebenfalls ins gesellschaftliche Gestern verweisenden „Lebensschützer*innen“-Demo am 23.9.2018 gemacht werden. Das von den „Lebensschützenden“ propagierte sexistische Frauenbild definiert Frauen* über ihre potentielle Fähigkeit, Kinder gebären zu können und reduziert sie somit zu Brutkästen, welche reproduktiv entmündigt werden sollen. Der Kampf gegen den „Marsch für das Leben“ ist nicht nur der Kampf für die Selbstbestimmung schwangerer Personen in Bezug auf ihre reproduktiven Rechte.

Frauenbilder von Gestern
Das von den „Lebensschützenden“ propagierte sexistische Frauenbild definiert Frauen* über ihre potentielle Fähigkeit, Kinder gebären zu können. Es reduziert sie somit zu Brutkästen, welche reproduktiv entmündigt werden sollen. Sie fordern und fördern eine kleinbürgerliche, heterosexuelle Familienkonstellation. Mit der Einteilung in ein reines binärers Geschlechtersystem von ausschließlich Cis-Männern und Cis-Frauen geht Homosexuellenfeindlichkeit einher. Außerdem wertet die Ideologie der Reaktionär*innen sämtliche nicht-traditionelle Begehrens- und Lebensformen ab.

Instrumentalisierung von Behinderten
Beim blabla der Lebenschützer*innen werden Menschen mit Behinderung instrumentalisiert, um eine allgemeine Ablehnung von Abtreibungen zu legitimieren. Für eine emanzipatorische Politik, die Menschen hilft, muss nicht das Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren Person bekämpft werden, sondern Pränataldiagnostik zum Zweck der Selektion. Gefordert werden muss eine flächendeckende Unterstützung für Menschen mit Behinderung und ihrem Umfeld und eine Enthinderung des öffentlichen Raums – der Gesellschaft.

Anknüpfpunkt für Rassismus und Nationalismus
Nicht zuletzt ist der „Marsch für das Leben“ dankbarer Anknüpfungspunkt für rassistisches und nationalistisches Denken und Wirken – über Themen der Demografie und Kulturkampfkonstruktionen fungiert der geteilte Wunsch nach Restauration der patriachalen Familie mit traditioneller Rollenverteilung und einer Naturalisierung der Geschlechterverhältnisse als Brücke zwischen Nationalisten, Rechtsextremen und der christlichen Rechten. So wundert es nicht, dass Beatrix von Storch (stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Afd-Bundestagsfraktion) 2014 das Fronttransparent mittrug. Aber auch Grußworte und Teilnahme von CDU/CSU sind keine Besonderheit.

Lets Fight!
Der feministische Kampf gegen den „Marsch für das Leben“ und für ein selbstbestimmtes Leben ist ein somit notwendigerweise immer auch ein Kampf gegen Staat, Nation und Kapital. Bildet Banden, Schließt euch den Protesten an, bringt die Kämpfe auf die Straßen und in die Köpfe.
Lasst uns nicht nur am 22. 9, sondern jeden Tag für unsere Rechte und für eine befreite Gesellschaft kämpfen.

21. September 2018, 18h am S+U Friedrichstraße Queer-Feministische Demo

22. 09.2018 „Marsch für das Leben“ stoppen, sabotieren, unmöglich machen in ganz Berlin

Weitere Infos:

https://whatthefuck.noblogs.org/

https://www.sexuelle-selbstbestimmung.de/thema/veranstaltungen/

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